Planung Frei verlegbares Heizleitersystem
Einsatzmöglichkeiten der Heizung
In vielen Situationen kann die Warmup® Fußbodenheizung als einzige Heizquelle für einen Raum genutzt werden. Vergewissern Sie sich deshalb, ob die Wärmedämmung des Raumes den aktuellen Bauvorschriften entspricht.
Wenn Sie in Betracht ziehen, Warmup als einzige Heizquelle einzusetzen, wird es nötig sein, die Unterstützung entweder eines Architekten oder Heizungsfachmannes zu suchen, der Ihnen eine Wärmebedarfsberechnung erstellt.
Wenn die Bodenfläche aufgrund fester Einbauten nicht komplett mit dem Heizsystem bedeckt werden kann, sollten Sie eine zusätzliche Heizung in Betracht ziehen.
Aufwärmzeiten
Aufwärmzeiten sind abhängig von Variablen wie der Dicke der Fliesen und der Konstruktion des Untergrundes. Hier sind jedoch einige grobe Regeln:
- Beton mit darauf verlegter, 1 cm starker Warmup® Isolierplatte: Dauer 1 Stunde
- Nicht wärmegedämmte Betondecke: Dauer 2 - 8 Stunden
- Wärmegedämmte Betondecke, Wärmedämmung unter Estrich: Dauer 2 - 5 Stunden
Wirtschaftlicher Betrieb
Die Energiekosten des Warmup® Fußbodenheizsystems - und insofern Ihre laufenden Kosten - hängen unmittelbar mit der Aufwärmzeit zusammen. Je länger das System zum Aufwärmen benötigt, desto mehr wird der Betrieb kosten. Der Betrieb in einem 12 m² großen Bad, das mit Isolierplatten auf einem Betonuntergrund ausgestattet ist und zweimal am Tag für zwei Stunden beheizt wird, würde nur ca. 1,00 EUR* pro Tag kosten.
Das selbe System auf einem nicht wärmegedämmten Untergrund würde im Betrieb 1,44 EUR und mehr pro Tag kosten.
Bei der Berechnung wird davon ausgegangen, das die Bodenheizung nur 40 - 60% der Zeit laufen wird, sobald der Raum die gewünschte Temperatur erreicht hat. Jedes Beispiel geht von einem angenommenen Strompreis in Höhe von 0,18 EUR/kWh aus. Ihre konkreten Kosten sind abhängig vom vereinbarten Stromtarif mit Ihrem Energieversorger.
Kombination von frei verlegbaren Heizleitern
Die sich in ihrer Leistung und ihren Längen unterscheidenden Heizelemente können je nach zu beheizender Fläche auch miteinander kombiniert werden.
Versichern Sie sich, dass sich die Heizleiter an keiner Stelle überkreuzen oder berühren und dass die Heizleiter mindestens 5 cm voneinander entfernt liegen. Die Heizleiter dürfen nur parallel an das Thermostat angeschlossen werden. Bitte ziehen Sie die Maßtabelle im Installationshandbuch für zusätzliche Informationen unter Beachtung der Abstandsregeln hinzu.

Gleiche Heizleitersysteme für unterschiedliche Flächen und Leistungen
4 Heizleitersysteme des Typs DWS 800 werden in einem 16 m² großen Raum benötigt, wenn das Heizsystem als Vollheizung (Leistung 200 W/m²) genutzt werden soll.
Ebenfalls 4 Heizleitersysteme des Typs DWS 800 werden in einem 40 m² großen Raum benötigt, wenn das Heizsystem zusätzlich zu einer bestehenden Heizquelle als Bodentemperierung (Leistung 80 W/m²) eingesetzt werden soll.
Die unterschiedliche Leistung pro m² ergibt sich aus den unterschiedlichen Verlegeabständen der Heizleiter zueinander. Bei der Verwendung des Systems als Vollheizung betragen die Abstände nur 5,5 cm, bei der Verwendung als Bodentemperierung liegen die Heizleiterstränge 13,5 cm voneinander entfernt. In beiden Beispielen ergibt sich eine Geamtleistung von 3200 W.
Für Installationen mit einer Leistung von bis zu 3200 W (Thermostat MSTAT) bzw. 3600 W (Thermostat XSTAT) ist eine 16-A-Abzweigung ausreichend, diese muss jedoch in eine Fehlerstromschutzschaltung eingebunden sein.
Es muss sichergestellt sein, dass die Ringleitung, aus der die Abzweigung stammt, über ausreichende Kapazität für die Last der Fußbodenheizung verfügt.
Bei Installationen, die die vorgenannten Werte übersteigen, sind mehrere Thermostate oder eine direkte Versorgung über den Sicherungskasten notwendig. Bei Unsicherheiten sollten Sie die Vorgehensweise mit einer Elektrofachkraft besprechen.




